Praktikus trifft den Nagel auf den Kopf

«Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden» – so wird Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, im «Spiegel» zitiert. Eine Banalität: Jeder Kaufmann mit auch nur einem Funken Standesehre grämt sich, wenn ihn schlechtes Geschäften zum Bettelgang zwingt. Über die überblickbare Schar der Grossbanker, die ihren Laden sauber gehalten haben und ohne Staatsknete über die Runde bringen, müsste heutzutage die Allgemeinheit froh, ja stolz sein.

Doch was geschieht im zunehmend absonderlichen Deutschland? Die Kanzlerin, ja die ganze Berufspolitikerkaste in Berlin hat (fraktionsübergreifend) Schaum vorm Mund. Da hat doch einer tatsächlich die Frechheit, den Griff in den Staatstopf zu verweigern, derartiges Gebaren sogar als das zu bezeichnen, was es ist: als erniedrigend und entwürdigend, als bedingungslose Kapitulation. Welcher Unternehmensleiter mit Rückgrat sagt denn schon, ohne rot zu werden: Ja, Herr, ich habe gesündigt, vergib mir, vor allem aber gib mir!

Anscheinend zieht die Obrigkeit an der Spree marode Banken den soliden vor. Ich will kein Zyniker sein, aber mir schwant: Die Krise kommt den Etatisten aller Lager (auch hierzulande übrigens) gerade recht, um den Finanzsektor unter Kontrolle zu kriegen. Im Übrigen möchte ich gerne mal einen Politiker sagen hören: Geschätzte Steuerzahler – ich schäme mich, dass ihr meine Misswirtschaft finanzieren müsst.

Quelle: Finanz und Wirtschaft, 22. Oktober 2008, Seite 15 – “Lieber Investor”

Kein Wunder, dass der deutsche Finanzminister dem schweizer Steuersubstrat an die Gurgel will…

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment

Das Problem in den Bilanzen

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gF6LbFDjvW0]

…Komisch, hier kommen nirgendwo die “gierigen Manager” vor… Ob die wohl doch nicht die Schuld an der Misere tragen?

Posted in Uncategorized | Tagged , , , | Leave a comment

Bonus zurück!

Da wird Marcel Ospel wohl fragen: “Welcher Bonus?”

Der Bonus wird oft in Aktien und (Call-)Optionen ausgerichtet. Die Aktien der UBS sind über 75% eingebrochen, viel von diesem Bonus ist also da nicht mehr vorhanden. Die Optionen sind womöglich wertlos verfallen oder so weit aus dem Geld, dass sie praktisch wertlos sind. Die Pensionskasse hat sicher auch verloren…

Also: Ist das nicht schon Strafe genug?

Nachtrag, 23. Oktober:
Die NZZ hat es nun auch gemerkt und schreibt dazu:

Die Probleme der UBS haben die Diskussion über Bonuszahlungen an Spitzenleute neu entfacht. Eine Analyse zeigt, dass das häufig gemalte Bild von Managern, die in guten Zeiten Millionen kassieren und in schlechten Zeiten von Verlusten verschont bleiben, zu plakativ ist.

Ein Blick auf die Optionen, die von den UBS-Spitzenleuten per Ende 2007 gehalten wurden, zeigt, dass die Ausübungspreise aller seit 2004 ausgegebenen, noch laufenden Serien weit aus dem Geld liegen und schwerlich zur Ausübung kommen werden. Ähnliches gilt für den Aktienanteil der variablen Vergütung.

Quelle: NZZ Online

Und noch ein Nachtrag, dieses Mal von BR Couchepin:

Die Boni zurückzufordern, wird aber schwierig. Ich weiss nicht, wie das in der Praxis umgesetzt werden kann. Die Hälfte der Boni ging in Form von Steuern, AHV, IV usw. an den Staat. Müsste dieses Geld bei einer Rückzahlung wieder an die UBS zurückfliessen?

Quelle: Blick.ch

Auf diese Antwort wusste der Journalist keine Frage mehr zum Thema… Dafür schiebt Couchepin nach:

Wenn die UBS grosse Gewinne macht, wird protestiert. Wenn sie Verluste schreibt, auch.

Posted in Uncategorized | Tagged , , | 1 Comment

Bankenkrise – das Spiel

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=NSu5m4fK1Pk]

Posted in Uncategorized | Tagged , | Leave a comment

Netto-Importeur für Gehirn

22,5% der deutschen Auswanderer landen in der Schweiz – das ist mit Abstand der höchste Wert. Good old UK liegt auf Platz zwei – die 9,2% kommen jedoch nicht einmal an die 50%-Marke der CH heran. Zu lesen gibt es dies alles auf Spiegel Online.

Willkommen! –  geschätzte, gut ausgebildete, wertschöpfende, kulturell verwandte, der Sprache einigermassen mächtige Deutsche!

Unweigerlich frage ich mich: Kommen die nur zu uns, weil es eine Personenfreizügigkeit mit Deutschland gibt oder ist wohl der Drang zur Flucht vor dem nimmersatten Staat grösser? Was denkt ihr

Posted in Uncategorized | Tagged , , | 1 Comment

Verdrehung der Tatsachen

Bin ich im falschen Film? Allenortes wird uns weiss gemacht, dass der Grund für die aktuelle “Banken- und Finanzkrise” im entfesselten “Neoliberalismus” liege. In den etatistischen Staatsmedien und den ihnen zugewandten Elementen bekommt der Bürger nichts Anderes serviert. Im Militär nennt man das wohl dann “Trommelfeuer”… Aber wie so oft, wenn man überall das gleiche hört, ist die Wahrheit wohl meilenweit entfernt. Den Banken und den “gierigen Managern” die Schuld in die Schuhe zu schieben greift einfach zu kurz!

Wo hat das Problem angefangen? Wie schon früher berichtet begann alles in der Politik (siehe Programm von George W. Bush). Der politische Drang nach Gleichmacherei führte zu einer Fehlallokation der Mittel. Zusammen mit den extrem tiefen Zinsen nahm der Hunger nach risikobehafteten Anlagen zu was schlussendlich zu dieser Blase führte. Das Resultat ist bekannt.

Banker eignen sich offenbar sehr gut als Projektionsflächen für allerlei Frust. Der Faktor “Neid” dürfte mitunter ein wichtiger Antrieb sein. Aber niedere Instinke waren ja noch selten gute Ratgeber…

Posted in Uncategorized | Leave a comment

Also doch: Abzocker Staat!

Die Technik hält Schritt und der Markt spielt! Radarmeldungen werden nicht nur am Radio veröffentlicht, sondern immer mehr auch per SMS oder dann sogar integriert im Navi. Ist doch eigentlich toll – die Fahrer wissen, wo sie langsamer fahren müssen. Das Ziel (Verkehrsberuhigung) wird erreicht.

Doch halt – für den Staat ist das Ziel ein anderes. Dies wird jetzt deutlich. Es geht ums Abzocken!

Während das Strassenverkehrsgesetz im Rahmen der Warnung vor Radarkontrollen bisher einzig GPS-Navigationsgeräte verbietet, die mit sogenannten «Points of Interest» (POI) ausgerüstet sind, geht das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) schon heute einen Schritt weiter. Radiostationen wird mit dem Erhalt einer neuen Konzession untersagt, Geschwindigkeitskontrollen zu melden. Das Bakom hat dies als Vertragsbedingung in die neuen Konzessionsverträge der Radiosender aufgenommen. Halten sich die Radios nicht daran, können sie gebüsst werden. Im schlimmsten Fall droht sogar der Konzessionsentzug.

Quelle: 20min.ch

Wie bitte? Navis mit POI sind verboten? Was ist denn das für ein Schwachsinn?!?!? Und Radios werden gebüsst, wenn sie vor den “Blizzern” warnen? Geht es nun um Sicherheit im Strassenverkehr oder um die Erhebung von Steuern?

Ich wage zu behaupten, dass die Beamten einmal mehr die Kreativität der Menschen massiv unterschätzen! Wollen sie Handys mit google maps verbieten? Wollen sie Autos mit integriertem WLAN verbieten, welche untereinander kommunizieren?

Wieso nutzen die Herren nicht das System und geben Falschmeldungen aus? Das würde doch viele Kosten (Kauf, Aufbau, Abbau, Auswertung, Nachfassen etc.) ersparen? In Verboten denken war eben noch nie wirklich kreativ…

Posted in Uncategorized | Tagged , , , | 4 Comments

Verstaatlichung?

Wie so oft in einer Krise überschätzen sich die Politiker einmal mehr in ihren Fähigkeiten. Aktuell wollen viele Politiker die Banken vom Staat übernehmen lassen. Das mag auf die eine Seite durchaus wünschbar sein (praktisch unendlich grosser Kapitalstock dank den Geld-druckenden Notenbanken – sofern die EZB da mitmacht), hat aber den negativen Effekt, dass die Universal-Politiker dann auch in die Aufsichtsgremien sitzen wollen. Wie das mit “good governance” zu vereinbaren ist, kann ich mir nicht erklären.

Mein Vorschlag:
Von mir aus soll die Regierung – auf Antrag der Bank – eine Art von “Genussschein-Kapital” sowie einen professionellen Veto-Vertreter (kein Politiker!) im Aufsichtsgremium (fast wie ein Sachwalter bei einem Konkurs) erhalten. Solange die Verschuldung zu hoch ist, muss der Aufsichtsrat/Verwaltungsrat die Bilanz sanieren – aber nicht unter Zeitdruck, denn damit würde die Substanz zu leichtvertig im schlechtesten Zeitpunkt verscherbelt. Über das Absetzen der verantwortlichen Personen entscheidet natürlich die ausserordentliche GV und nicht irgendjemand in der Hauptstadt. Sobald das Institut wieder einigermassen gesund ist, erhält der Staat das Geld zurück, der “Sachwalter” ist nicht mehr im Verwaltungsrat und das Problem ist gelöst. Ist doch fast ein wenig wie “Chapter 11” in den USA…

Vielleicht wäre dies auch ein Geschäftsmodell für eine grosse Rückversicherung???!!!

Das Ziel muss einfach sein, dass a) das Unternehmen Zeit erhält, die schwierige Situation zu lösen, b) der Staat seine Finger nicht zu sehr ins Business steckt und c) Systemrisiken, die es einfach mal gibt, möglichst zu eliminieren.

Posted in Uncategorized | Tagged , , | 2 Comments

Bank of Jamaica says..

Yeah – chill and relax! Was haben die wohl da drüben geraucht?! 😉

Quelle: Big Picture Blog

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Fun Part 2

kfw IT System

kfw IT System

Posted in Uncategorized | Tagged , | Leave a comment