Die Schweizer Immobilienwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen: Wohnraummangel, steigende Baukosten, Fachkräftemangel und den Druck, nachhaltig und effizient zu bauen. Gleichzeitig kämpft sie mit einem Regulierungsdschungel, der Projekte unnötig verteuert und verzögert. Ein konkretes Beispiel aus einer Gemeinde verdeutlicht das Problem eindrücklich. Bei einer Parzelle in der Wohn- und Gewerbezone 2 lassen sich zwar einige harte Parameter relativ klar benennen – maximale zwei Vollgeschosse, Gebäudehöhe von 11 Metern, Firsthöhe bis 13 Metern, Grenzabstände von 4 Metern und eine Ausnützungsziffer von 0,8. Ein Attikageschoss auf Flachdach kann unter bestimmten Bedingungen (Rückversätze, Begrünung) möglich sein. Doch schon bei der vollständigen Prüfung eines Bauprojekts auf Bewilligungsfähigkeit endet die Klarheit. Hunderte von Artikeln, Tabellen, Ausnahmen, Querverweisen und Ermessensspielräumen in kantonalen und kommunalen Bau- und Nutzungsordnungen machen eine systematische, automatisierte Prüfung nahezu unmöglich.
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