Die militärischen Führer fehlen in der Wirtschaft

Und es gibt sie eben doch: Die Gründe, die für einen militärischen Führungsstil in der Wirtschaft sprechen. Zu lesen im Blogeintrag “Why the Military Produces Great Leaders – by Colonel Tom Kolditz” (Danke an François Monney für den Tipp). Hier das “Best Of”:

First, in all services, military leadership qualities are formed in a progressive and sequential series of carefully planned training, educational, and experiential events—far more time-consuming and expensive than similar training in industry or government.

Secondly, military leaders tend to hold high levels of responsibility and authority at low levels of our organizations.

Finally, and perhaps most importantly, military leadership is based on a concept of duty, service, and self-sacrifice; we take an oath to that effect. We view our obligations to followers as a moral responsibility, defining leadership as placing follower needs before those of the leader, and we teach this value priority to junior leaders.

[…]

Are we likely to see business leaders placing the well-being of their shareholders and employees above their own?

[…]

But the quantity of compensation isn’t as relevant as the message to followers that, when times were tough, the leader put his or her personal well being ahead of theirs. Such perceptions of a military leader in combat would render that leader mistrusted and ineffective in the eyes of soldiers forever. Why should business leaders expect anything else on the part of people desperate about the loss of their equity or employment or lifestyles?

[…]

CEOs have to start leading like generals—even if that means living a lifestyle in common with their troops.

[…]

The best leadership—whether in peacetime or war—is borne as a conscientious obligation to serve. In many business environs it is difficult to inculcate a value set that makes leaders servants to their followers. In contrast, leaders who have operated in the crucibles common to military and other dangerous public service occupations tend to hold such values.

Das sind Dinge, die es heute braucht, auch um das Vertrauen wieder zu gewinnen.

Oder kurz zusammengefasst die wichtigsten Führungsgrundsätze:

  • Der Auftrag steht im Zentrum.
  • Führen durch Vorbild.
  • Der Chef sorgt zuerst für die Unterstellten und Kunden und nicht für sich selbst (vgl. Der Kapitän verlässt das sinkende Schiff als Letzter)

DAS wären Kernbotschaften, die unsere Armee aufnehmen sollte! Das aktuelle Umfeld böte eine erfolgversprechende Ausgangslage, um sich positiv positionieren zu können! Welcher der ach so verschmähten Manager hat denn heute noch eine militärische Führungsausbildung vorzuweisen? Ich gebe Ihnen zwei Namen: Josef (Joe) Ackermann und Konrad Hummler.

Aber einmal mehr dürften unsere Kommunikationsprofis in Bern die Chance verpassen – wirklich schade!

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Stimulus en detail

Sie erinnern sich an den Blog-Eintrag von gestern? Hier folgt nun die thematische Auslegeordnung des Stimulus:

Und nun die Quizfrage: Wie viel Geld wird wirklich in nachhaltige Projekte (“Investitionen”) gesteckt und wie viel ist “à fonds perdu”? Na? Ist es nicht die Aufgabe des Staates Dinge anzubieten, die grundsätzlich niemand in einer freien Marktwirtschaft anbieten würde? Damit ist doch bereits gesagt, dass ein “Return on Investment” NULL sein muss! Ob da wirklich viel  Stimulus am Schluss am richtigen Ort ankommt, ist doch sehr zu bezweifeln.

Andere Frage: Woher kommt das viele Geld? Die Antwort: “They print money out of thin air!” – Nennt man nicht Dinge, die aus Luft geschaffen werden “Bubbles”?

“Pufff…!”

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Stimulus

Das Wort “Stimulus” hat gute Chancen zum Wort des Jahres gewählt zu werden. Da werden hüben wie drüben von den Regierungen “Stimulus-Pakete” geschnürt, in der Hoffnung, der Absturz könnte mit einem Ventilator, der von unten her bläst, aufgehalten und umgekehrt werden.

Schauen wir uns doch mal genauer an, was ein ‘Stimulus’ ist:

Ein Reiz oder Stimulus (Mehrzahl: Stimuli) im Sinne der Neurobiologie ist eine Einwirkung von außerhalb einer Sinneszelle, welche eine überschwellige Depolarisation der Zellmembran bewirkt und so ein Aktionspotenzial auslöst.

Quelle: wikipedia.org

OK, das ist etwas sehr wissenschaftlich. Suchen wir also einen besseren Vergleich:

Wir Männer kennen das Wort “Stimulus” aus eigener sexueller Erfahrung. Ein Reiz lässt unser bestes Stück wachsen. Das Problem ist nur, dieser gewünschte Effekt ist temporär und lässt nach einiger Zeit nach. Von ‘Nachhaltigkeit’ kann keine Rede sein. Die Nebenwirkungen von anderen stimulierenden Mitteln (Viagra) können die Lage sogar verschlimmern. Fazit: Ungeeignet.

Am meisten vergessen unsere Politiker den Folgeeffekt eines Stimulus. Wissenschaftlich lässt sich das in folgender Grafik darstellen:

Grafik Stimulus

Grafik Stimulus

Die Reaktion auf einen Stimulus führt zwar in die richtige Richtung, lässt jedoch schnell nach – sie verpufft. Es müsste ein zweiter Stimulus folgen (und ein dritter, ein vierter,…). Viel schlimmer ist jedoch die Reaktion, wenn der Stimulus eines Tages wegfällt: In diesem Moment fällt das ganze System zusammen.

Da auch der Staat nicht über unendliche Mittel verfügt, wird diese zweite Bewegung eintreten müssen. Die wirtschaftliche Verfassung wird in diesem Moment also schlimmer als die ursprüngliche Ausgangslage.

Gut nur, dass sich auch dieser Effekt über die Zeit wieder ausgleicht. Ob damit jedoch eine schnellere Lösung herbeigeführt wurde, muss stark bezweifelt werden. Deshalb sind Stimulus-Pakete tunlichst zu unterlassen, denn sie führen uns nur in noch schlimmere Zustände.

Und hier das Video zum Blog:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=dEDIyztZGBA]

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Des Pudels Kern: EU-Beitritt

Die Stellungnahmen nach Abstimmung sind immer sehr aufschlussreich. Sie bringen oft die wahren Gründe hervor – besonders bei den Gewinnern:

Die Bilateralen seien lediglich ein Ersatz für den Vollbeitritt, schreiben die Schweizer Grünen in einer Medienmitteilung. In Zukunft sei ein EU-Beitritt unausweichlich. Heute beschränke sich die Schweiz darauf, die EU-Gesetzgebung autonom zu übernehmen. Als Vollmitglied könnte sie dagegen bei der europäischen Gesetzgebung mitreden. Auch die SP will den Beitritt zur EU neu lancieren, wie sie am Sonntag mitteilte. Das unmissverständliche Ja müsse als Auftrag verstanden werden, den Dialog mit der EU zu intensivieren.

Quelle: Tages-Anzeiger.ch

Einmal mehr sind die Mitteparteien den Schallmeiengesängen der Linken erlegen und haben sich um den Finger wickeln lassen. Die Linken haben die Wirtschaft (FDP und Spuhler) als Hauptgegner in die Arena geschickt und sich ruhig im Hintergrund gehalten. Nun mischen sie wieder mit und legen ihre Interpretation der Abstimmung auf den Tisch. Damit ist klar: Die Bilateralen sind nichts anderes als ein schleichender Weg in die EU. Vielleicht wacht nun der eine oder andere Ja-Sager auf und reibt sich verwundert die Augen. Zu spät…

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Alles bleibt wie es ist.

Ingrid Deltenre erteilt TV-Revolution eine Absage:

Das Schweizer Fernsehen kommt nach gründlichen Analysen zum Schluss, dass es im TV-Geschäft keine revolutionären Errungenschaften mehr geben wird. Das klassische Fernsehen mit dem linearen und vertrauten Programm bleibt laut Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre klar der am meisten genutzte und damit wichtigste Kanal.

Vor allem bei der zeitversetzten TV-Nutzung glaubt man an ein massives Wachstum. Bis 2012 werden laut Deltenre 25 Prozent der Zuschauer eine Sendung auf Abruf anschauen und nicht mehr zum originalen Ausstrahlungszeitpunkt. Auf eine beschränkte Akzeptanz werden in den Augen der Fernsehdirektorin Angebote wie Mobile TV oder IPTV stossen.

Quelle: persoenlich.com

Man könnte nun auch sagen, dass unser Staatsfernsehen keine Innovation möchte, und deshalb das Ende der Entwicklung prophezeit. Besitzstandswahrung, sich am Honigtopf der Gebührenzahler (Billag) labend, auf den Lorbeeren ausruhend. Die Politiker haben mit dem RTVG dieses Verhalten sogar verbrieft. So lässt es sich gut leben.

Deshalb: Unterstützt die Initiative byebyebillag.ch! Dreht unserem Medienmoloch den Geldhahn zu!

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Kauft nicht bei Ausländern

Der Titel dieses Blogeintrags gehört nicht etwa in die Vergangenheit, sondern scheint wieder “IN” zu sein – leider.

In einer Abstimmung per Akklamation am Mittwochabend (Ortszeit) stimmten die Senatoren laut dem Nachrichtensender MSNBC mit grosser Mehrheit einer Änderung der Vorgabe «Buy American» (Kauft Amerikanisches) zu. Ursprünglich war vorgesehen, dass mit den Staatsgeldern primär US-Produkte gekauft werden sollen.

Nun lautet die Formulierung für den viele hundert Milliarden Dollar schweren Konjunkturplan, dass amerikanische Waren bevorzugt werden sollten, sofern dies nicht «amerikanische Verpflichtungen in internationalen Abkommen» verletze.

«Buy American» sollte nach dem Willen vieler Senatoren sicherstellen, dass vor allem bei den geplanten Investitionen in die Infrastruktur des Landes Eisen, Stahl und andere Materialien aus den USA selbst verwendet werden.

Quelle: 20min.ch

So etwas nennt man dann wohl “Protektionismus”. Ein Rezept, bei dem alle verlieren…

Ach ja: Obama warnt im gleichen Artikel davor, dass man nun rasch handeln müsse, sonst gäbe es eine “Katastrophe”. Ein wunderbarer PR-Schachzug – chapeau! Sollte das Paket nichts bringen (was es zweifellos nicht tun wird), war man eben zu spät… Obama gewinnt immer! Die Bürger gewinnen nie.

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Hauptsache DAGEGEN!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=iD97OVJ4PNw]

Was für eine fundierte und durchdachte Meinung! Das erinnert mich an andere Politiker, die stets nur Verbote fordern, sich aber der Konsequenzen nicht bewusst sind. Ja, denken ist anstrengend…

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Aktuelle Fakten zur AHV

Quelle: Finanz und Wirtschaft, 31.01.2009, Seite 25

  • Die mittel- und langfristige Finanzierung der AHV ist nicht gesichert.
  • Die neue Studie (“Aktualisierung der Berechnungsgrundlage zur Erstellung von Perspektivrechnungen in der AHV“) unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf.
  • Rund 13 Mrd. der ausgewiesenen Aktiven entfallen per Ende 2008 auf die ausgelaufenen Schulden der Invalidenversicherung (IV) beim AHV-Fonds. Der Geldwert dieses Guthabens ist jedoch null.
  • Mit dem mittleren Szenario wird das Umlageergebnis in der geltenden Ordnung schon 2011 negativ.
  • Die jährliche Gesamtrechnung wird ab 2015 defizitär – und bleibt es.
  • Gleichzeitig beginnt der Fonds rasch zu schrumpfen und wird 2025 negativ – die AHV wird zahlungsunfähig.
  • Wenn die Politik nicht rasch ernsthafte – und unvermeindlich schmerzhafte – Schritte zur Sicherung der AHV einleitet, droht in absehbarer Zeit der Kollaps.

Wie sagte doch einst Ruth Dreifuss: “D’AHV isch au in Zuekunft gsicheret…”

Hier haben wir deutlich ein Ponzisystem, welches auch mit viel Gesundreden der Linken nicht zu einer sicheren Vorsorge wird. Es wird Zeit, das gesamte System über den Haufen zu werfen und nachhaltig (!) zu konzipieren.

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Sozialistisches Schema

Was ist hier falsch?

  • Steueroasen will man austrocknen, Steuerhöllen sollen bevorzugt werden.
  • Die Erfolgreichen werden stärker besteuert, die Erfolglosen erhalten Geld vom Staat.
  • Wer sein Kind selbst aufzieht, erhält keinen Zuschuss. Wer es in die Krippe gibt, erhält Geld.
  • Überschuldete US-Banken werden gerettet und erhalten Gratis-Geld. Erfolgreiche Unternehmen zahlen mehr Steuern.
  • Steuerflüchtlinge werden angeprangert und vor Gericht gestellt. Wirtschaftsflüchtlingen gibt man freie Kost und Logis.
  • Die Einzahlungen der Gesunden werden auf die (teilweise) Kranken umgelagert.
  • Das Geld der Jungen fliesst an die Alten.
  • usw…

Der Staat mischt überall mit und verteilt das Geld der Tüchtigen unter den Unselbständigen. Das kann so nicht funktionieren. Darwin wird hier ausgeschaltet. Das kann nicht zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft führen. Wir bleiben stehen und bewahren den Schwachen, schwächen den Starken statt den Starken zu beschützen und den Schwachen zu ermuntern.

Wer hier noch von Kapitalismus und Freier Marktwirtschaft spricht, muss blind sein. Das ist purer Sozialismus im Schafspelz!

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Kranke Ponzi Kassen

Der Blick schreibt in seiner Online-Ausgabe:

Die Krankenkassen verlieren 2008 und 2009 total 3,2 Milliarden Franken. Schuld hat Pascal Couchepin. Jetzt drohen während Jahren brutale Aufschläge.

Quelle: Blick Online

Für einmal legt das Boulevardblatt den Finger auf eine wichtige und wahre Geschichte. Allein schon das ist eine Erwähnung wert!

Natürlich hat Couchepin das Problem nicht bei der Wurzel gepackt und versuchte mit einer “Pfläschterlipolitik” die Probleme zu überdecken. Das Problem liegt aber einmal mehr beim System. Und dieses kommt – auch einmal mehr – aus der sozialistischen Mottenkiste: Die Krankenkasse ist wie die AHV ein Umlagesystem. Dafür gibt es auch andere Bezeichnungen: “Ponzi-scheme”, “Schneeballsystem” oder einfach “Madoff-System”. Immer weniger zahlen unten ein (weil die Prämien zu hoch sind und der Staat – also die reichen Steuerzahler – deren Beiträge übernimmt) und immer mehr Leistungsbezüger (“Spitzenmedizin”!) sind davon abhängig. Das geht nicht auf!

Dazu kommt, dass der Staat seine Finger im Spiel hat und ständig die Regeln ändert…

Solche Systeme sind nicht nachhaltig und wir sehen nun vor unseren Augen, wohin das ganze führt: Geradewegs in den Abgrund. Hier öffnen sich gefährliche Finanz-Löcher, gefrässige Gebührenaufschläge und schwindelerregende höhere Steuern.

Nun braucht es Mut, viel Mut und v.a. Durchhaltevermögen. Das Ziel sollte daher sein: Abschaffung des unsäglichen KVG (die gesetzliche Grundlage) und Rückkehr zur 100% privaten Krankenversicherung. Mehr Eigenverantwortung an den Bürger!

Als Zwischenschritt wird man den Leistungskatalog rigoros zusammenstreichen müssen. Ein Ausbau ist nicht mehr möglich!

Es wir der Tag kommen, wo nicht die “Kaputtsparer” (die Statistik beweist das Gegenteil) angeprangert werden, sondern die “Kaputtausbauer”. Das Schlimme an der Sache ist nur, dass in Krisen selten der freiheitliche Gedanke den Ton angibt (siehe USA).

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