Griechenland – Sie erinnern sich?

Im Mai 2010 hat der ehemalige deutsche Finanzminister Eichel öffentlich dafür geworben, griechische Staatsanleihen zu kaufen – Sie erinnern sich?

“Ich kaufe zum ersten Mal in meinem Leben Staatsanleihen – und zwar griechische. Denn die Eurozone muss zusammengehalten werden. Die griechische Bevölkerung muss schwere Opfer bringen, daran führt kein Weg vorbei. Wir sollten uns solidarisch zeigen.”Hans Eichel

Heute liesst man dieses hier:

“Erst stoßen die französischen Banken ihre griechischen Staatspapiere ab, dann die deutschen, schließlich auch das größte Athener Geldhaus. Doch wer kauft die Anleihen eigentlich noch? […] Die Europäische Zentralbank (EZB) kaufte seit Mai 2010 über Monate Staatsbonds europäischer Krisenländer auf – unter anderem auch griechische. Schätzungen gehen davon aus, dass die EZB zwischen 40 und 50 Milliarden Euro an griechischen Papieren im Portfolio hat.” – spiegel.de

Ein weiterer Käufer dieser Staatsanleihen dürfte sicher Herr Eichel sein, der sich weiterhin solidarisch mit der griechischen Bevölkerung zeigen wird, oder?

Könnte bitte ein Journalist Herrn Eichel die Frage stellen, ob er seine Papiere noch hat und ob er weiter zu seiner Aussage steht?

Und welche Anlageentscheide hat Herr Eichel wohl in seiner Amtszeit mit der gleichen umsichtigen Anlagepolitik getroffen?

Fazit: Politiker sind schlechte Anlagestrategen. Tun Sie immer das Gegenteil von dem, was sie Ihnen raten!

siehe auch heerlagerderheiligen

Print Friendly, PDF & Email

This entry was posted in Gesellschaft, Politik and tagged , , , , , , , . Bookmark the permalink.

1 Response to Griechenland – Sie erinnern sich?

  1. Die Antwort liegt jenseits von “gut” und “böse”

    “Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist.”

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

    Wer in Kategorien von “gut” und “böse” denkt, bzw. darum noch gar nicht mit dem Denken angefangen hat, aber von sich glaubt, er wüsste schon was, mag die Tatsache, dass der seltene Reichtum in “dieser Welt” (zivilisatorisches Mittelalter) auf Kosten der Mehrarbeit anderer und nicht auf Apfelbäumchen wächst, als “unmoralisch” empfinden. Wer sich dagegen auf die Suche nach Wissen begibt und bereits eingesehen hat, dass die sinnvollste Verwendung von Gold die Vergoldung elektrischer Steckkontakte ist, stößt am Ende auf die Alles entscheidende Frage:

    Warum hat eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden?

    Die Ursache ist eine veraltete Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst “wahnsinnig genug” für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute “moderne Zivilisation” nennen, gar nicht erst entstehen können! Das war (und ist noch) der einzige Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich “Auferstehung”.

    Für die Beendigung der “Finanzkrise” und den anschließenden, eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von “2001” die Auferstehung des Kulturmenschen dargestellt hat – und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke:

    “…this is only a work of fiction. The truth, as always, will be far stranger.”

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.