Mathematik für Dummies und Initianten für das “bedinungslose Grundeinkommen”

Die Initiative für ein “Bedinungsloses Grundeinkommen” will allen 8 Millionen Einwohnern der Schweiz monatlich CHF 2’500 (bzw. CHF 625 pro Kind) vom Staat schenken. Die Beträge stehen zwar nicht in der Initiative. Dennoch werden diese Zahlen im Abstimmungskampf verwendet. Lasst’ uns also mal rechnen, was dies bedeutet! Nehmen wir mal an, dass man als Einwohner monatlich im Schnitt CHF 2’000 erhält. Pro Jahr macht dies also 12 x 2’000 = CHF 24’000. Für alle 8 Millionen Einwohner sind das also 8’000’000 x 24’000 = 192’000’000’000. Wer das nicht lesen kann, dem sei gesagt, dass dies 192 Milliarden sind – jährlich.

Das ist etwa 3x das jährliche Bundesbudget, oder etwa 1/3 des BIP. Sollten also die Steuern verdreifacht werden? Welchen Effekt hätte das wohl auf die hochmobilen Gutverdiener?

Ehrlicherweise sprechen die Initianten davon, dass “die Finanzierung noch nicht sichergestellt ist“. Das ist – gelinde gesagt – etwas untertrieben. Sie ist realitätsfremd!

Rechnen wir mal anders rum: Wie hoch dürfte das “bedingungslose Grundeinkommen” denn sein, damit es in Ansätzen finanzierbar wäre? Einfach gerechnet: 1/3 so gross, also im Schnitt CHF 666. Dann würden die Ausgaben etwa dem Bundesbudget entsprechen. Ausgaben für Verkehr, Sicherheit, Bildung, Gesundheit wären dann selbstverständlich nicht mehr finanziert.

Die Initianten führen ins Feld, dass dann natürlich andere Sozialausgaben wegfallen. Das mag stimmen. Ob aber die Leute mit CHF 666 zufrieden wären? Immerhin bekommen sie heute mehr…

Rechnen wir also nochmals anders: Anstelle der Sozialausgaben tritt dieses “bedinungslose Grundeinkommen”. 2009 betrugen die Ausgaben CHF 148,9 Mia. Das macht pro Einwohner monatlich CHF 1’550. Das Geld kommt aber nicht nur den Bedürftigen zugute, sondern allen. Ist das gewollt?

Fazit: Wer der Bevölkerung ein “bedinungsloses Grundeinkommen” verspricht, spielt mit dem Feuer. Einmal mehr wird etwas versprochen, das nicht erfüllt werden kann. Mit einfacher Mathematik und ein paar Vergleichszahlen lässt sich das deutlich machen. Diese (linken) Kreise handeln – einmal mehr – unverantwortlich! Sie hätten lieber für 5 Rappen ihr Gehirn eingeschaltet.

Und noch eine kleine Nebengeschichte zur Aktion auf dem Bundesplatz: Schauen Sie dieses Bild hier an. Wieso freut sich wohl dieser Tourist so?

  • Der Tourist kommt aus China.
  • Die 5-Rappenstücke sehen goldig aus.
  • In China hat Gold seine positive Bedeutung behalten (nicht so wie bei uns).
  • Er wird in sein Heimatland schreiben: “Schaut her: Die Schweiz ist so reich, da wird sogar Gold auf dem Bundesplatz geschüttet und alle dürfen sich darin suhlen!”

…und noch etwas: Für die Fünfräppler musste ein Kredit von CHF 400’000 aufgenommen werden. Die Aktion zeigt damit klar, dass die Idee vollkommen daneben ist. Man soll nicht für Konsum einen Kredit aufnehmen – als Land schon gar nicht.

Prädikat “hirnverbrannt” – ablehnen!

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1 Response to Mathematik für Dummies und Initianten für das “bedinungslose Grundeinkommen”

  1. Die Volksinitiative “Für ein bedingungsloses Grundeinkommen BGE“ stellt ein aus der Zirkusmanege für die Politik entwendeter Taschenspielertrick getarnt als süsser Teddybär und damit einen untauglichen Sympathiegewinnungsversuch dar.

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