Weiterentwicklungen wohin das Auge reicht, aber wohin?

In Bern wird momentan an allen Ecken und Enden “weiterentwickelt”. Man wähnt sich in einer Softwarefirma, die ihre Produkte von Release zu Release zu bessern Dienstleistungen ausbaut, schneller, hübscher und umfassender macht. Immer vor Augen: das strategische Ziel.

Und in Bern?

Sucht man mit google nach Seiten auf admin.ch mit dem Stichwort “Weiterentwicklung” findet man “Ungefähr 26’500 Ergebnisse“. Darunter sind etwa:

Ob so viel “Weiterentwicklung” frage ich mich:

  • Welches ist das strategische Ziel all dieser “Weiterentwicklungen”? Wohin geht die Reise? Wann ist fertig mit der Entwicklung? Was ist die Vision, die hier verfolgt wird?
  • Sind diese “Weiterentwicklungen” nicht bloss Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, welche unsere Bundesbeamten auf Trab halten und den Staat weiter aufblähen?
  • Sind diese “Weiterentwicklungen” wirklich politisch gewollt? Oder steht der Motor innerhalb der Bürokratie?
  • Haben sich die bisherigen “Weiterentwicklungen” gelohnt? Waren sie richtig? Wurden die Ziele erreicht? Welche Ziele?
  • Sind die Gesetze so schlecht, dass man sie ständig “weiterentwickeln” müsste? Verändert sich die Lage überall so dramatisch, dass Handlungsbedarf besteht?
  • Wem nützen diese “Weiterentwicklungen”?
  • Wann hatte man zuletzt den Mut, ein Gesetz als “überflüssig” zu klassieren und schaffte es ab?
  • Werden die Gesetze dadurch kleiner? einfacher? verständlicher?
  • Hat Bern schon den Namen “Weiterentwicklung” für sich schützen lassen?

Böse Zungen behaupten ja, die “WEA” sei effektiv eine “Weiter-Eliminierung der Armee”, was angesichts der Bestandesreduktion auf unter 50% des aktuellen Bestandes und all die Verkäufe von Immobilien durchaus als ‘korrekt’ bezeichnet werden darf.

Welche anderen Wahrheiten stecken dann hinter all’ den anderen “Weiterentwicklungen”?

Wo ein Begriff inflationär verwendet wird, ist Vorsicht geboten! Bei diesem – sehr positiv tönenden – Begriff handelt es sich sicher um einen “Spin”, eine “hypnotische Worthülse”, die etwas im Kern Schlechtes in einem positivem Licht erscheinen lässt. Dass er so häufig verwendet wird, verheisst nichts Gutes. Wird hier die Schweiz in grossen Zügen demontiert?

Hüten wir uns von diesen “Weiterentwicklungen”! Schauen wir lieber mehrmals genau hin, bevor wir laut “hurra!” schreien und die “Weiterentwicklung” akzeptieren. Eines Tages könnten wir sonst die Quittung in den Händen halten!

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