Gold Umfragen

Kürzlich habe ich meinen Kollegen (Alter: zwischen 35 und 50 – Mann, bin ich alt…!) eine Unze Gold (Krügerrand) unter die Nase gehalten und wollte wissen, wie viel sie mir dafür bezahlen würden. Hinweis: Der aktuelle Preis befindet sich bei rund CHF 1’350. Die Gebote lagen zwischen 100 und 2’000 Franken, wobei nur einer den Preis “überboten” hat. Dass der Preis in den letzten drei Jahren um über 100% zugelegt hat, wusste fast keiner.

Heute machte ich das gleiche Experiment mit meinen Onkel und Tanten (Alter: 70 bis fast 90 – Mann, bin ich jung…!). Ihre Schätzungen lagen fast ausschliesslich über dem aktuellen Marktpreis. Teilweise wurden sogar fünfstellige Beträge genannt. Nur eine Person hat den Preis unterboten.

Ist doch interessant: Die älteren geben Gold ein höheren Preis und die jüngeren unterschätzen den Wert. Was soll uns das wohl sagen?

Und dann wurde in der ‘Finanz und Wirtschaft’ auch noch das Resultat der Umfrage der Vorwoche veröffentlicht. Die Frage lautete: “Werden Sie mehr Gold kaufen?”

Die Antworten:

  • 12%: Ja, ich werde mein Engagement erhöhen
  • 28%: Ja, aber erst nach einer deutlichen Kurskorrektur
  • 21%: Nein, ich bin ausreichend engagiert
  • 39%: Nein, ich habe kein Interesse an Gold

Erkenntnis zur aktuellen Kursentwicklung: Jene, die auf die Korrektur warten und jene, die bereits ausreichend engagiert sind, kaufen heute nicht. Nur 12% (Goldbugs?) kaufen aktuell zu. Wird der Preis nicht einmal stark einbrechen, werden 28% plötzlich in einen Kaufnotstand geraten und auch kaufen (> Akzelleration 1), fällt der Preis, können aber 28% nach und nach den Preis stützen.

Die 39% sind wohl typischen “Spät-Zünder”. Sie werden erst auf den Zug aufspringen, wenn 80% der Hausse bereits vorüber sind. “Hausfrauenbörse” nennt man das dann wohl wieder. Sie werden auch wieder die letzten sein, die auf dem Weg abwärts verkaufen…

Anyway, so weit sind wir ja noch nicht. Es bleibt die Frage: …was will uns das alles wohl über den Goldpreis der nächsten Jahre sagen?

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