FDP – too big to fail?

Der neue Präsident der FDP, Philipp Müller, “sieht seine Partei auf dem aufsteigenden Ast” (NZZ) – nur sägt er eben an diesem…

Wo ums Himmels willen sieht Müller da nur eine Trendwende? Links laufen die Mitglieder und Wähler in Scharen zur GLP und BDP über und rechts springen ein paar zur SVP ab. Wäre etwas Realitätssinn und v.a. ein paar unbequeme Wahrheiten zum Anfang nicht besser?

“Mit 330 zu 0 Stimmen wählten die Delegierten den Aargauer Nationalrat Philipp Müller zum Parteichef.”

Nordkorea hätte es nicht besser gekonnt. Wie schlimm muss der Zustand einer Partei nur sein, wenn alle so froh sind, dass es immerhin noch einen gibt, der dieser Partei vorstehen will? Wo sind die Alternativen geblieben? Wo der demokratische Diskurs über die Parteistrategie, die Werte, die Ziele?

Die weit über 100’000 Mitglieder sollten wieder stolz darauf sein, der FDP anzugehören. «Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen.»

Ach nein? Und was ist z.B. mit den beiden Bundesräten dieser Partei, die nicht für mehr Freiheit einstehen, sondern mehr Staat propagieren? Wieso wollen noch immer einige nationalen Politiker(innen) in die EU?

Ein Problem habe die Partei allerdings bei der externen Wahrnehmung. «Hier haben wir Defizite, das ist einfach so»

Ah, man versteht euch falsch? Vermutlich haben die Leute auch nicht begriffen, wofür die Initiative gegen die Bürokratie steht? Und wieso hätte man FDP wählen müssen letzten Herbst? Aus Liebe zur Schweiz? You can’t sell bullshit….

Die FDP müsse der Wählerschaft besser vermitteln, dass sie die KMU-freundlichste, effizienteste und liberalste Partei sei.

Genau – besonders mit einem Vertreter des Gewerbes wie Herrn Malama…..

Doch das Beste kommt zum Schluss:

«Die FDP ist too big to fail»

Hier hat er sich selbst ein Bein gestellt! Was zu gross ist (ist sie das wirklich?) muss KLEINER gemacht werden, damit es eben untergehen kann. Das wäre auf jeden Fall der liberale Ansatz. Also: wählt nicht mehr die FDP, damit sie kleiner wird und untergehen kann!?!? (OMG – *facepalm*)

Aber Müller will damit wohl sagen: “Rette uns, Staat!”

Na dann: Gut’ Nacht FDP!

Print Friendly, PDF & Email

This entry was posted in Politik, Wirtschaft and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

1 Response to FDP – too big to fail?

  1. Pingback: Die FDP ist (wie ihre Schwestern) tatsächlich ‘too big to fail’, aber durch Philipp Müller immer noch nicht liberal geworden | ars libertatis

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.