{"id":993,"date":"2012-03-09T15:22:03","date_gmt":"2012-03-09T14:22:03","guid":{"rendered":"http:\/\/unbequemefragen.ch\/?p=993"},"modified":"2012-03-09T15:22:03","modified_gmt":"2012-03-09T14:22:03","slug":"ferien-vs-militar-wk-ein-kurzvergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unbequemefragen.ch\/?p=993","title":{"rendered":"Ferien vs Milit\u00e4r WK \u2013\u00a0ein Kurzvergleich"},"content":{"rendered":"<p>Nein, die Sozialisten waren noch nie wirklich konsistent in ihrer Argumentation. Aktuelles Beispiel ist die &#8220;<a href=\"http:\/\/www.ferieninitiative-nein.ch\/\" target=\"_blank\">Ferieninitiative<\/a>&#8220;. Da werden 6 Wochen Ferien f\u00fcr alle gefordert, weil die Mitarbeiter so produktiver arbeiten k\u00f6nnen. Dass der Arbeitgeber damit ein Problem haben k\u00f6nnte, daran hat wohl niemand gedacht.<\/p>\n<p>Interessant wird es, wenn man die Argumentation gegen die Wehrpflicht anschaut. Da spricht man dann von &#8220;Volkswirtschaftlichen Kosten&#8221;, die wegen der paar WK anfallen. Dass man dabei als Kader durchaus etwas lernen und so seine Produktivit\u00e4t steigern kann, ist nat\u00fcrlich kein Thema.<!--more--><\/p>\n<p>Vergleichen wir also:<\/p>\n<p>Zwischen dem 22. und 66. Lebensjahr (Studenten steigen sp\u00e4ter ins Erwerbsleben ein, Das AHV-Alter muss l\u00e4ngerfristig erh\u00f6ht werden) bleiben 44 Jahre &#8220;produktive Arbeitszeit&#8221;. Das w\u00e4ren nach Annahme der Initiative 44 Wochen zus\u00e4tzliche Ferien.<\/p>\n<p>Als Kader in der Armee (z.B. Kp Kdt) wird man etwa vier Wochen pro Jahr Milit\u00e4rdienst leisten. Damit d\u00fcrfte der Kader maximal 11 Jahre in der Armee aktiv sein, um den gleichen &#8220;volkswirtschaftlichen Schaden&#8221; zu erzeugen \u2013 wenn denn alle erwerbst\u00e4tige in der Armee Kader w\u00e4ren&#8230;<\/p>\n<p>Den Anteil Kader an der Armee entspricht etwa 20% des Sollbestands von beabsichtigten 100&#8217;000 AdA. Der Rest wird w\u00e4hrend 6 Jahren jeweils 3 Wochen im WK den Dienst absolvieren, was 18 Wochen &#8220;volkswirtschaftlichem Schaden&#8221; entspricht.<\/p>\n<p>Rechnen wir zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>20&#8217;000 Kader x 4 Wochen = 80&#8217;000 Wochen pro Jahr<\/li>\n<li>80&#8217;000 Sdt x 3 Wochen = 240&#8217;000 Wochen pro Jahr<\/li>\n<li>Total 320&#8217;000 Wochen &#8220;volkswirtschaftlicher Schaden&#8221;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der anderen Seite haben wir rund <a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/portal\/de\/index\/themen\/03\/02\/blank\/key\/erwerbstaetige0\/entwicklung.html\" target=\"_blank\">4&#8217;600&#8217;000 erwerbst\u00e4tige Personen<\/a>, die 1 zus\u00e4tzliche Woche Ferien erhalten w\u00fcrden. Der &#8220;volkswirtschaftliche Schaden&#8221; betr\u00e4gt damit 4,6 Mio. Arbeitswochen, also 14x mehr als bei der Armee!<\/p>\n<p>Selbst wenn die Armee den Bestand verdoppeln w\u00fcrde, w\u00e4re der Schaden noch viel geringer. Den Nutzen einer praktischen Kaderausbildung haben wir noch nicht einmal miteingerechnet. Ob der Nutzen aus einer zus\u00e4tzlichen Woche Ferien wirklich die Kosten aufwiegen kann, ist stark zu bezweifeln.<\/p>\n<p>Ah, noch etwas: Wer in den WK geht, wird \u00fcber die EO rund 80% des Lohnes wieder zur\u00fcckerstattet erhalten (bzw. deren Arbeitgeber). Bei den Ferien kommt nix zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Vielleicht erinnert man sich bei der Abstimmung \u00fcber die Wehrpflicht wieder an diese Fakten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, die Sozialisten waren noch nie wirklich konsistent in ihrer Argumentation. Aktuelles Beispiel ist die &#8220;Ferieninitiative&#8220;. Da werden 6 Wochen Ferien f\u00fcr alle gefordert, weil die Mitarbeiter so produktiver arbeiten k\u00f6nnen. 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