{"id":99,"date":"2008-08-14T21:51:28","date_gmt":"2008-08-14T19:51:28","guid":{"rendered":"http:\/\/mmexm.wordpress.com\/?p=99"},"modified":"2008-08-14T21:51:28","modified_gmt":"2008-08-14T19:51:28","slug":"open-your-eyes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unbequemefragen.ch\/?p=99","title":{"rendered":"open your eyes"},"content":{"rendered":"<p>Auf der <a href=\"http:\/\/www.chrismartenson.com\/three_beliefs\">Website von Chris Martenson<\/a> findet man eine Reihe von Videos, die sich mit den grundlegenden Elementen der Wirtschaft auseinandersetzen. Er geht dabei den Fragen nach woher das Geld kommt, wie Inflation und Politik zusammenh\u00e4ngen, wie Schulden entstehen.<\/p>\n<p>Um es klar zu sagen: <strong>Seine Pr\u00e4sentationen sind etwas vom Besten, das ich je an Wirtschaftspr\u00e4sentation gesehen habe. Hier ein paar seiner \u00dcberlegungen mit meinen Schl\u00fcssen daraus:<\/strong><\/p>\n<p>Es wird z.B. deutlich, dass die Geldmenge und (damit <a href=\"http:\/\/www.chrismartenson.com\/inflation\">Inflation) v.a. in Zeiten von Kriegen \u00fcberdurchschnittlich<\/a> w\u00e4chst. Wieso? Diese &#8220;Investitionen&#8221; des Staates f\u00fchren kaum zu Produktivit\u00e4tssteigerungen, wie etwa Investitionen in Strassen oder Bildung. Sie &#8220;verpuffen&#8221; als Bomben und dezimieren die arbeitende Bev\u00f6lkerung. Der Nutzen aus dem Resultat &#8220;Friede&#8221; ist meinst geringer als die gesamtwirtschaftlichen Kosten.<\/p>\n<p>Dennoch kann der Staat nicht nur ausschliesslich in die Produktivit\u00e4t investieren. Er muss &#8211; bis zu einem gewissen Mass &#8211; auch gesellschaftliche Aufgaben \u00fcbernehmen, z.B. Sicherheit. Aber eben nur, solange die Kosten den Nutzen gerechtfertigen. Sobald die Kosten h\u00f6her als der Nutzen zu liegen kommen (z.B. bei einer Profi-Armee) f\u00fchren die Ausgaben zu erh\u00f6hter Verschuldung wie in Zeiten eines Krieges.<\/p>\n<p>Andere Ausgaben, welche nicht unter &#8220;Investitionen&#8221; subsummiert werden k\u00f6nnen, wirken heute wie Ausgaben f\u00fcr &#8220;unn\u00fctze&#8221; Kriege. Sie sind eine Bedrohung f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Staates und sind daher zu streichen bzw. zu privatisieren. Ansonsten wird der Druck auf die Notenbank immer gr\u00f6sser, dass sie mehr Geld drucken soll (was die Linken logischerweise mit ihren hohen Staatsausgaben ja st\u00e4ndig fordern).<\/p>\n<p>Staaten, welche l\u00e4ngere Zeit \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse leben, werden eines Tages das fehlende Geld im nahen Ausland &#8220;besorgen&#8221;. Das Konzept wurde bereits in den 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts &#8220;erfolgreich&#8221; praktiziert. Andere M\u00f6glichkeiten ergeben sich durch Erpressung von Staaten (&#8220;Steuerstreit&#8221; mit der EU) oder dank reichlich vorhandenen Ressourcen im Boden (Russland, Golfstaaten).<\/p>\n<p>Fr\u00fcher ging die Inflation nach den Kriegsjahren meist auf die vor-kriegerischen Niveaus zur\u00fcck (eine Rezession von mehreren Jahren d\u00fcrfte einiges dazu beigetragen haben). Zur\u00fcck zu f\u00fchren ist das auch, dass hinter jeder gedruckten Note (welche ja ein Schuldschein der Notenbank ist) auch ein real existierender Wert hinterlegt war. Vergleichbar ist dies mit den Hypotheken, die ebenfalls (zumindest mit einem Teil) mit Eigenkapital hinterlegt werden m\u00fcssen. Auf ein Haus mit Wert 500&#8217;000 erhalte ich durchaus auch einen Kredit in derselben H\u00f6he.<\/p>\n<p>Gehe ich heute zur Notenbank und verlange f\u00fcr den Schuldschein (die Banknote) einen realen Gegenwert, so werde ich Jahr f\u00fcr Jahr weniger Gold (ein kleineres Haus) erhalten. Mein Geld hat sich abgewertet &#8211; Inflation<\/p>\n<p><strong>Ist nicht gerade die Abwesenheit der Schweiz vom Krieg sowie die daraus resultierende Preisstabilit\u00e4t ein entscheidender Faktor f\u00fcr unsere Wohlfahrt? Ich meine JA<\/strong><\/p>\n<p>Daraus ergeben sich folgende Handlungsanweisungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der <strong>Staat muss prim\u00e4r in die Produktivit\u00e4tssteigerung investieren<\/strong>, welche von Privaten nicht \u00fcbernommen werden. <strong>Ausgaben in nicht-produktiven Sektoren<\/strong> (Administration, Kultur, Subventionen, etc.) sind zu <strong>streichen<\/strong>.<\/li>\n<li>Die <strong>Preisstabilit\u00e4t<\/strong> muss oberstes Gebot f\u00fcr die Nationalbank bleiben.<\/li>\n<li>Der Verkauf von Gold durch die Nationalbank ist zu stoppen.<\/li>\n<li>Oberstes Ziel der Politik muss die <strong>Unabh\u00e4ngigkeit<\/strong> und <strong>Neutralit\u00e4t<\/strong> bleiben, denn nur sie garantiert, dass wir nicht pl\u00f6tzlich in einen Krieg gezogen werden womit wir mit Inflation zu rechnen h\u00e4tten.<\/li>\n<li><strong>Mit einem Krieg ist weiterhin zu rechnen<\/strong> &#8211; seien wir vorbereitet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>P.S.<br \/>\nDaraus leitet sich hervorragend f\u00fcr die private Geldanlage ab, dass &#8211; besonders f\u00fcr die Amerikaner &#8211; Bargeld als Anlageklasse v\u00f6llig ungeeignet ist, denn der Wert von Geld schw\u00e4cht sich grunds\u00e4tzlich ab (Inflation). Aktien, Immobilien und Gold sch\u00fctzen bedeutend besser vor Inflation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Website von Chris Martenson findet man eine Reihe von Videos, die sich mit den grundlegenden Elementen der Wirtschaft auseinandersetzen. Er geht dabei den Fragen nach woher das Geld kommt, wie Inflation und Politik zusammenh\u00e4ngen, wie Schulden entstehen. 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