{"id":1201,"date":"2014-04-05T17:08:41","date_gmt":"2014-04-05T16:08:41","guid":{"rendered":"http:\/\/unbequemefragen.ch\/?p=1201"},"modified":"2014-04-05T17:08:41","modified_gmt":"2014-04-05T16:08:41","slug":"die-zukunft-liegt-im-kleinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unbequemefragen.ch\/?p=1201","title":{"rendered":"Die Zukunft liegt im Kleinen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Schreckgespenst geht um in Europa (aber auch auf anderen Kontinenten): <strong>Sezession<\/strong>! K\u00fcrzlich haben sich 89% der an der Umfrage teilnehmenden Venezier f\u00fcr eine Losl\u00f6sung von Italien und einen unabh\u00e4ngigen Staat ausgesprochen. Im Herbst wird Schottland \u00fcber seine Unabh\u00e4ngigkeit von UK abstimmen und auf Sardinien denkt man \u00fcber einen Wechsel zur Schweiz (!) nach. Dass sich k\u00fcrzlich die Bev\u00f6lkerung der Krim f\u00fcr einen Tapetenwechsel ausgesprochen hat, passt ebenfalls ins Bild.<\/p>\n<p>Eine sehr gute Zusammenfassung \u00fcber die verschiedenen Regionen bietet <a href=\"http:\/\/www.acting-man.com\/?p=29505\" target=\"_blank\">dieser Artikel\u00a0auf\u00a0acting-man.com<\/a>. Dort findet man auch einen Ausschnitt aus einem Interview mit\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans-Hermann_Hoppe\" target=\"_blank\">Hans-Hermann Hoppe<\/a>. Was er dazu sagt, ist bemerkenswert. <!--more-->Ein paar Ausschnitte:<\/p>\n<div>\n<blockquote><p><span style=\"text-decoration: underline;\">Staaten haben generell die Tendenz, ihre Macht zu zentralisieren<\/span>. In Europa soll die Kompetenzverlagerung nach Br\u00fcssel den Wettbewerb der L\u00e4nder untereinander ausschalten. Der Wunschtraum der Etatisten ist ein Weltstaat mit einheitlichen Steuern und Regulierungen, der den B\u00fcrgern jede M\u00f6glichkeit nimmt, durch Abwanderung ihre Lebensumst\u00e4nde zu verbessern. Die B\u00fcrger erkennen, dass die Europ\u00e4ische Union im Grunde genommen ein riesiger Umverteilungsapparat ist. Das sch\u00fcrt die Unzufriedenheit und stachelt den Neid der V\u00f6lker untereinander an.<\/p>\n<p><strong>Was kann man dagegen tun?<br \/>\n<\/strong><span style=\"text-decoration: underline;\">F\u00fcr die Freiheit w\u00e4re es am besten, Europa zerfiele in m\u00f6glichst viele Kleinststaaten.<\/span> Das gilt auch f\u00fcr Deutschland. <span style=\"text-decoration: underline;\">Je kleiner die r\u00e4umliche Ausdehnung eines Staates, desto leichter ist es, auszuwandern und desto netter muss der Staat zu seinen B\u00fcrgern sein, um die produktiven Menschen zu halten.<\/span><\/p>\n<div>\n<p><strong>Sie wollen eine R\u00fcckkehr in die Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts?<br \/>\n<\/strong>Schauen Sie sich die wirtschaftlich-kulturelle Entwicklung an. Im 19. Jahrhundert war das, was heute Deutschland ist, die f\u00fchrende Region in Europa. <span style=\"text-decoration: underline;\">Die gro\u00dfen kulturellen Leistungen entstanden in einer Zeit, in der es keinen gro\u00dfen Zentralstaat gab.<\/span> Die Klein-Territorien standen in einem intensiven Wettbewerb untereinander. Jeder wollte die besten Bibliotheken, Theater und Universit\u00e4ten haben. Das hat die kulturelle und geistige Entwicklung deutlich st\u00e4rker voran gebracht als etwa in Frankreich, das schon damals zentralisiert war. Dort konzentrierte sich alles auf Paris, der Rest des Landes versank in kultureller Dunkelheit.<\/p>\n<p><strong>Aber der freie Handel droht bei Sezession und Kleinstaaterei auf der Strecke zu bleiben<\/strong>.<br \/>\nIm Gegenteil. Kleinstaaten m\u00fcssen Handel treiben. Ihr Markt ist nicht gro\u00df genug und sie sind zu wenig diversifiziert, um autark zu leben. Wenn sie keinen Freihandel betreiben, sind sie nach einer Woche am Ende. Ein gro\u00dfer Staat wie Amerika hingegen kann sich weitgehend selbst versorgen und ist daher weniger auf freien Austausch mit anderen Staaten angewiesen. Zudem k\u00f6nnen kleine und souver\u00e4ne Staaten nicht dauernd die Schuld bei anderen abladen, wenn bei ihnen etwas schief l\u00e4uft. In der EU wird Br\u00fcssel gern f\u00fcr alle m\u00f6glichen Missst\u00e4nde verantwortlich gemacht. <span style=\"text-decoration: underline;\">In unabh\u00e4ngigen Kleinstaaten m\u00fcssten die Regierungen dagegen selbst die Verantwortung f\u00fcr Missst\u00e4nde in ihrem Land \u00fcbernehmen. Das hat eine befriedende Wirkung auf die Beziehungen der V\u00f6lker untereinander.<\/span><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/konjunktur\/hans-hermann-hoppe-fuer-die-freiheit-waere-es-am-besten-europa-zerfiele-in-viele-kleinstaaten\/9282336-3.html\" target=\"_blank\">wiwo.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<div>\n<p>und weiter:<\/p>\n<blockquote>\n<div>\n<p><strong>Kleinstaaten h\u00e4tte eigene W\u00e4hrungen, das w\u00e4re das Ende der Integration der Kapitalm\u00e4rkte.<br \/>\n<\/strong>Kleinstaaten k\u00f6nnten sich eigene W\u00e4hrungen gar nicht leisten, weil das die Transaktionskosten in die H\u00f6he triebe. Sie w\u00fcrden daher nach einer gemeinsamen W\u00e4hrung streben, die unabh\u00e4ngig und unbeeinflusst ist von den einzelnen Regierungen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Mit hoher Wahrscheinlichkeit w\u00fcrden sie sich auf ein Warengeld wie Gold oder Silber einigen, dessen Wert im Markt bestimmt wird. Kleinstaaterei f\u00fchrt zu mehr Markt und weniger Staat im Geldwesen.<\/span><\/p>\n<p><strong>W\u00fcrde Europa zu einer Ansammlung von Kleinstaaten, h\u00e4tte es im internationalen Konzert gro\u00dfer L\u00e4nder wirtschaftlich nichts mehr zu melden.<br \/>\n<\/strong>Wie schaffen es dann die Schweiz, Liechtenstein, Monaco und Singapur, wirtschaftlich ganz vorne mit dabei zu sein? Mein Eindruck ist, dass diese L\u00e4nder wohlhabender sind als Deutschland und dass die Deutschen wohlhabender waren, bevor sie sich auf das Abenteuer Euro eingelassen haben. Wir sollten uns von der Vorstellung l\u00f6sen, dass Wirtschaft zwischen Staaten stattfindet. Wirtschaft findet zwischen Menschen und Unternehmen statt, die hier und dort produzieren. Es konkurrieren nicht Staaten gegen Staaten sondern Unternehmen gegen Unternehmen. Nicht die Gr\u00f6\u00dfe eines Landes bestimmt seinen Wohlstand, sondern die F\u00e4higkeit seiner B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/konjunktur\/hans-hermann-hoppe-warengeld-wie-gold-oder-silber\/9282336-4.html\" target=\"_blank\">wiwo.de<\/a>\u00a0(<a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/konjunktur\/hans-hermann-hoppe-steuern-sind-enteignung\/9282336.html\" target=\"_blank\">ganzes Interview hier<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Also: Die Zukunft liegt im Kleinen. Dieses Kleine schliesst Vertr\u00e4ge und betreibt Handel. Steuern werden gesenkt, Probleme mit marktwirtschaftlichen L\u00f6sungen angegangen. Wer k\u00f6nnte etwas dagegen haben? Ja klar: Jene, die den &#8216;Status Quo&#8217; verteidigen m\u00fcssen, weil ihnen in dieser neuen Welt die sch\u00fctzende Hand von &#8216;Big Brother&#8217; fehlt.<\/p>\n<p>Ist der Hang zum Grossen mit Erfolg gekr\u00f6nt? Kaum, denn grunds\u00e4tzlich sind die Systeme Schneeballsysteme, die irgendwann kollabieren. Es wird also Zeit, diesen Pfad zu verlassen.<\/p>\n<p>Die Zukunft liegt im Kleinen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Schreckgespenst geht um in Europa (aber auch auf anderen Kontinenten): Sezession! K\u00fcrzlich haben sich 89% der an der Umfrage teilnehmenden Venezier f\u00fcr eine Losl\u00f6sung von Italien und einen unabh\u00e4ngigen Staat ausgesprochen. 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