Weltwoche nimmt Blogbeitrag zu Gold von unbequemefragen.ch auf

20141015 20141016 WW Nr 42-14 S34ff RaubgoldDa habe ich nicht schlecht gestaunt, als sich Markus Schär von der Weltwoche vorgestern Abend bei mir über Twitter gemeldet und verkündet hat, dass er bei seinem Artikel über die Goldverkäufe der SNB sehr prominent meinen Blogbeitag zitiert. Nochmals herzlichen Dank @SchaerWords!

Wer die Weltwoche nicht abonniert hat, findet den Beitrag als PDF – exklusiv – hier bei mir: Raubgold (Weltwoche Nr. 42/14, Seite 34ff).

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Bewiesen: Die SNB verkaufte Gold, welches bei der Fed gelagert war

Endlich kommt der Beweis für meine Vermutung!

Die SNB hat heute – parallel zur Propaganda des Bundesrats – ein Dokument “Goldinitiative – häufig gestellte Fragen” (PDF) ins Netz gestellt und dabei sogar interessante Fakten preisgegeben. Konkret geht es um die Frage: Welches Gold wurde damals zwischen 2000 und 2008 genau verkauft – wo war dieses gelagert?

Heute steht fest, dass zumindest ein Teil davon bei der US Fed (einer Privatbank mit offiziellem Anstrich) gelagert war. Auf Seite 6 gibt die SNB zu:

Seit wann lagert die SNB kein Gold mehr in den USA? Wurde das Gold im Zusammenhang mit Verkäufen abgebaut oder wurde Gold zurückgeholt?
Die 30% des Goldbestandes der SNB, die im Ausland gelagert sind, sind auf zwei Länder verteilt: 20% der Goldreserven werden bei der Zentralbank in England gelagert, 10% bei der Zentralbank von Kanada. Die SNB hat seit über zehn Jahren Gold ausschliesslich in diesen zwei Ländern gehalten. Die früher bei der Fed in den USA gelagerten Bestände wurden anlässlich der Goldverkäufe abgebaut.

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Geopolitischer Fehler 2. Art – extended version

Wohin man schaut: In allen – auch militärischen – Zeitschriften werden seit Monaten Beiträge publiziert, welche im aktuellen Ukraine-Konflikt, dem russischen Präsidenten Putin den schwarzen Peter zuschieben. Da wird vom Propagandakrieg gesprochen, von Provokationen der russischen Luftwaffe an Russlands (sic!) Grenze und von der “Annektierung” der Krim. Die Texte strotzen nur so von negativ konnotiertem Vokabular. Penetrant wird uns eingetrichtert, wen wir zu fürchten hätten. Es ist wie früher: Der Feind kommt aus dem Osten und der Westen verteidigt Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Herrlich – endlich wieder eine Welt, die dem gängigen Stereotyp entspricht und welche noch genug gut in den Köpfen verankert ist. Viele fühlen sich bestätigt. Die “Stahlhelm-Fraktion” aus dem Kalten Krieg ist wieder da.

Die Frage ist nur: Liegen wir mit dieser Einschätzung richtig? Sitzt der Aggressor wirklich in Moskau? Oder wird uns hier ein (russischer) Bär aufgebunden? Zweifel sind nicht nur angebracht, sondern sind besonders für uns neutrale Schweizer Pflicht!

Wieso ist das überhaupt wichtig?

Es könnt ja gut, sein, dass wir einem “sicherheitspolitischen Fehler zweiter Art” unterliegen – d.h. die uns präsentierte Stichprobe an Informationen (Auswahl und Inhalt der Medienberichte, allenfalls auch der Nachrichtendienste) führt uns in der Analyse zu einem falschen Schluss. In unserem Fall wäre das besonders fatal: Dann wären wir nicht etwa von einem “Speckgürtel an Freunden”, sondern von einem aggressiven Angriffs-Bündnis umgeben. Continue reading

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Die Rahn-Kurve und die Sicherheit

Im monatlichen Marktkommentar von Marc Faber steht dieses Mal auf Seit 5ff das Konzept der Rahn-Kurve – ein faszinierendes Konzept.

RahnCurveEs geht darum, das Optimum bezüglich Staatsausgaben anzustreben. Bei 0% wie auch 100% Staatsaktivität am BIP ergibt sich beide Male kein Wachstum – einmal hätten wir Anarchie, beim anderen Mal Etatismus. Das Optimum liegt also irgendwo dazwischen.

“As government begins to rise from zero percent of GDP, initially it spends to protect life, liberty and property; as this happens the economy surges. When government makes people safe, enforces contracts, protects liberty and enforces property rights great things begin to happen. As government continues increasing, it next spends on infrastructure. Such spending further accelerates economic growth. It is clear that a little government does a lot of good. At this point government’s share of GDP is between 10% and 20%.”

Quelle: gloomboomdoom.com

Die Theorie wird von der Empirie gestützt. Continue reading

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SNB verlängert Goldabkommen, aber wozu?

Die SNB schreibt heute in einer Medienmitteilung:

Um ihre Absichten in Bezug auf ihre Bestände an Gold darzulegen, geben die Beteiligten am Goldabkommen folgende Erklärung ab:

Gold bleibt ein wichtiges Element der globalen Währungsreserven.

Die am Goldabkommen Beteiligten werden ihre Goldtransaktionen weiterhin koordinieren, um Marktturbulenzen zu vermeiden.

Die Beteiligten hegen zur Zeit keinerlei Pläne, in namhaftem Umfang Gold zu verkaufen.

Da blinken die Warnlampen und es ergeben sich ein paar (unbequeme) Fragen: Continue reading

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Geopolitischer Fehler 2. Art

Vom “Fehler 2. Art” spricht man dann (sehr vereinfacht und allgemein verständlich ausgedrückt – es geht auch mehr ums Prinzip als um Statistik…), wenn man aufgrund einer Stichprobe die falschen Schlüsse daraus zieht. Oder kompliziert ausgedrückt: “Beim Test einer Hypothese begeht man einen Fehler 2. Art, wenn man die Nullhypothese beibehält, obwohl in Wirklichkeit die Alternativhypothese gilt.” (Genaueres für als Mathe-Freaks gibt es hier).

Was meine ich nun aber mit “geopolitischem Fehler 2. Art”? Kurz: Wir erachten einen (oder mehrere) Staaten als “auf unserer Seite” (=”Freund“), obschon sie aufgrund der – vermutlich wenig öffentlich bekannten – Handlungen in die Kategorie “Feind” passen würden – und vice versa. Oder nochmals einfach ausgedrückt: “Wir haben die rosa Brille auf!Continue reading

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Die Zukunft liegt im Kleinen

Ein Schreckgespenst geht um in Europa (aber auch auf anderen Kontinenten): Sezession! Kürzlich haben sich 89% der an der Umfrage teilnehmenden Venezier für eine Loslösung von Italien und einen unabhängigen Staat ausgesprochen. Im Herbst wird Schottland über seine Unabhängigkeit von UK abstimmen und auf Sardinien denkt man über einen Wechsel zur Schweiz (!) nach. Dass sich kürzlich die Bevölkerung der Krim für einen Tapetenwechsel ausgesprochen hat, passt ebenfalls ins Bild.

Eine sehr gute Zusammenfassung über die verschiedenen Regionen bietet dieser Artikel auf acting-man.com. Dort findet man auch einen Ausschnitt aus einem Interview mit Hans-Hermann Hoppe. Was er dazu sagt, ist bemerkenswert. Continue reading

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Gesucht wird der Anti- ‘homo oeconomicus’

Achtung, diese Aussage könnte ihrem Gehirn grossen logischen Schaden beiführen:

Sorgen macht sich die IWF-Chefin [Christine Lagarde] auch über die niedrige Inflation, vor allem in der Euro-Zone. Zu tiefe Preise über einen längeren Zeitraum könnten die Nachfrage und das Angebot dämpfen, warnte sie. Denn: Konsumentinnen und Konsumenten hätten keinen Anreiz, Waren zu kaufen, wenn sie wüssten, dass diese morgen billiger seien.

Quelle: srf.ch (eco [sic!])

Ich suche nun Menschen,

  • die beweisen können, dass sie auf allerlei Esswaren, Strom, Benzin, iPhones, Nächte in Paris/Rom/Berlin, Champagner, Kinderwindeln (…bitte fügt euer Konsumgut hinzu) verzichten, weil sie damit rechnen, dass es morgen (von mir auch in einem Monat) günstiger zu haben ist. – Please stand up!
  • deren tägliche Kosten sich in den letzten Jahren NICHT nach oben bewegt haben (inkl. Steuern, Abgaben, Gebühren!) – Please stand up!
  • welche ein Gut nur aus einem Grund kaufen: weil es morgen teurer ist – Please stand up!
  • die sich wegen zu tiefer (Konsum-)Preise beschweren und höhere Preise wünschen – Please stand up!
  • die der guten Frau Christine Lagarde (IWF-Chefin) diesen Käse tatsächlich abkaufen – vermutlich weil es morgen teurer wird 😉 – Please stand up!
  • die nachvollziehen können, wie man mit diesem oekonomischen Un-Sachverstand Chefin des IWF werden kann – Please stand up!

Frau Lagarde wünscht sich also höhere Inflationsraten. Hier kommt ihr Rezept:

Um diese Entwicklung [niedrige Inflation] zu verhindern und damit weitere Rückschläge für die wirtschaftliche Erholung abzuwenden forderte die IWF-Chefin speziell die Europäische Zentralbank EZB auf, ihre Geldpolitik weiter zu lockern, auch durch ungewöhnliche Massnahmen.

Quelle: srf.ch (eco [sic!])

Moment, wie war das mit der “Unabhängigkeit” der EZB? (Der IWF gibt übrigens auch unserer SNB “Ratschläge”…) – Aber das ist ja ein anderes Thema…

Was “ungewöhnliche Massnahmen” sein könnten, kann man hier nachlesen: Negativzinsen. Die Menschen sollen also dazugebracht werden, ihr Geld so rasch wie nur möglich wieder auszugeben, weil es auf der Bank für deren Hinterlegung Strafzinsen gibt. Sparen ist dann out! Und bei galoppierender Inflation bleibt den unteren Gesellschaftsschichten dann plötzlich nichts mehr, denn die Löhne werden nie im gleichen Tempo angehoben (Ein Blick in die Geschichtsbücher reicht) – Ob Frau Lagarde genau das beabsichtigt?

P.S.: Ich bin nicht der einzige, der Frau Lagarde für verrückt hält (siehe zerohedge.com).

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Wer zahlt, befiehlt – Teil 2: Demokratie endet beim Staat, dort übernimmt die Bürokratie

Ende 2010 habe ich in meinem Blogbeitrag “Wer zahlt, befiehlt” das Konzept dargelegt, dass Steuerzahler sehr direkt entscheiden sollen, wofür ihre Steuern verwendet werden sollen. Dank Simon Scherrer, Präsident Jungfreisinnige Region St. Gallen-Gossau (@simonscherrer), wurde diese Idee im Kanton St. Gallen bei der Regierung eingereicht. Die Antwort ist aus liberalen, demokratischen Gesichtspunkten erschreckend:

[…] Politik und Verwaltung halten – kaum erstaunlich – auch wenig von einem Modell, in dem nicht mehr sie entscheiden, wohin die Steuergelder fliessen sollen, sondern die Steuerzahlenden selbst. Der Brief bemerkt denn auch: Es liege “nicht im Ermessen des oder der Steuerpflichtigen, […] zu entscheiden, wofür er oder sie Steuern bezahlen will.”  Continue reading

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Entgegnung zu “Goldene Ketten für die SNB”

Dass der Ständerat ohne auch nur darüber abzustimmen (es war offenbar niemand dagegen oder bereit, dagegen aufzutreten) gegen die Goldinitiative ist, hätte ich in dieser Deutlichkeit nicht erwartet.

Doch die Unwissenheit, ja schier unglaubliche Ignoranz der Politiker über Gold-Angelegenheit hat mich noch mehr geschockt. Wenn man das Wortprotokoll des Ständerats liesst, glaubt man sich auf einem anderen Planeten zu finden. Ich fasse es mit einem Zitat von Jim Cramer zusammen: “They know NOTHING!Continue reading

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