HILFE – Wir werden angegriffen! Und die Schweiz ergibt sich!

Bevor Sie mich nun in die Gruppe der durchgeknallten Bürger abschieben, möchte ich zur Verteidigung meiner Aussage folgenden Zusammenhang präsentieren.

1. Akt – Die Kapitulation

Heute hat die Finma die Aufgabe des Bankkundengeheimnis beschlossen:

“Die mit dem Schweizer Bankgeheimnis verbundene Geheimniskrämerei müsse ein Ende haben. Der langjährige restriktive Schweizer Ansatz beim Austausch von Bankinformationen entspreche nicht mehr den internationalen Erwartungen, erklärte Finma-Chef Patrick Raaflaub.”

Quelle: nzz.ch

Mooooment! Ist die Finma nicht eine ausführende Behörde, ein Teil der Bürokratie, welche im Auftrag des Bundesrates arbeitet? Hat der Bundesrat so etwas beschlossen? Was soll diese Aufgabe eines der wichtigsten Grundsätze des Staates, die Sicherung des Eigentums vor dem staatlichen Zugriff? Wieso bestimmen plötzlich Staatsangestellte, was die Schweiz bzw. die Politiker zu tun haben? Welchen Erwartungen aus dem Ausland wird die Finma hier gerecht? Wieso setzt sie sich nicht für die Einhaltung UNSERER Interessen ein? Wann hat das Volk sich gegen das Bankkundengeheimnis ausgesprochen??? Leben wir in einem (Un)Rechtsstaat?

HILFE! Die Schweiz kapituliert vor den “Erwartungen” (es sind offenbar nicht einmal “Forderungen”) des Auslands!!!

Wo kämen wir hin, wenn wir sämtlichen “Erwartungen” des Auslands immer nachgeben würden? Uns würde – oder muss ich nun “wird” schreiben? – ein fremder Wille aufgedrückt! Wo sind die Politiker, die protestieren? Wo der Bundesrat? Sieht denn hier keiner, was abgeht?

Ah, nein. Sie sind alle mit viel interessanteren Fragen abgelenkt:

2. Akt – Die Ablenkung

Viel wichtiger ist den Medien die Geschichte um die Hausdurchsuchung bei Christoph Blocher. Hier plappert selbst die NZZ die ungenauen Dinge nach. Die Geschichte bleibt während Stunden ganz oben auf der Website, damit es ja jeder lesen aber niemand kommentieren kann (meine Kommentare/Fragen werden unterdessen regelmässig zensiert).

Und was wird Blocher denn vorgeworfen?

In den Akten zur Hausdurchsuchung nennt die Staatsanwaltschaft zwei Tatumstände.

Quelle: nzz.ch

STOPP! Wieso “Tatumstände” und nicht “Tatbestände”? Ich bin zwar nicht Jurist, aber eine Anklage bedarf doch eines Tatbestandes, oder? Man muss doch gegen einen Artikel im Gesetz verstossen haben, oder nicht? Also, erzählt uns, gegen welche Gesetze Christoph Blocher verstossen hat!

Als ersten Grund für die Hausdurchsuchungen nennt die Staatsanwaltschaft das Treffen vom 3. Dezember letzten Jahres bei Blocher zu Hause in Herrliberg. [...] Blocher habe ihm damals einen Job, die Übernahme der Anwaltskosten sowie die Vermittlung von bezahlten Interviews mit Journalisten angeboten.

Quelle: nzz.ch

…gegen welches Gesetzt hat er nun verstossen?

Den zweiten Tatverdacht gegen Blocher umschreibt die Staatsanwaltschaft mit «Weiterleitung von Informationen an Dritte». [...] Es kann also davon ausgegangen werden, dass es sich um die Weitergabe von Hildebrands Bankauszügen an die «Weltwoche» handelt.

Quelle: nzz.ch

Rechtfertigen diese beiden “Tatumstände” eine Hausdurchsuchung?

Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft hingegen vertritt die Meinung, dass die mutmasslichen Taten nicht durch die Immunität gedeckt sind.

Quelle: nzz.ch

Taten? Welche Taten?

Hier läuft das Ablenkungsmanöver zum eigentlichen Angriff auf die Schweiz! Und die Menschen blöööken wie einst im Film “Animal Farm”: “Four legs goooood, two legs baaaad!” – oder “Staatsmacht guuut, Blocher schleeecht!”

Das Ziel der ganzen Aktion: Wer sich gegen die Verbündeten der ausländischen Kräfte (hier die SNB) stellt, muss öffentlich ausgeschaltet, diffamiert, angeklagt oder durch den Kakao gezogen werden.

3. Akt – Die Waffe und das Motiv

Wenn von “Erwartungen” die Rede ist, kann auch mit einem Druckmittel für die nötige “Hintergrundmusik” gesorgt werden. Hier bin ich davon überzeugt, dass die USA sich für die Waffe “SWIFT” entschieden haben. Was ist SWIFT genau?

SWIFT ist Mitte der 2000er Jahre in die öffentliche Aufmerksamkeit geraten, da sie zur Bekämpfung des Terrorismus vertrauliche Daten über Kontobewegungen an US-Behörden weitergegeben hat. [...] Seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA übermittelte SWIFT nach eigenen Angaben vertrauliche Daten über Finanztransaktionen an US-amerikanische Behörden. In Presseberichten ist von 20 Millionen übermittelter Bankdaten pro Jahr die Rede. [...] Ende März 2008 gab SWIFT bekannt, in der Schweiz im Einzugsbereich von Zürich ein neues Rechenzentrum einzurichten. Die für Ende 2009 geplante Inbetriebnahme des neuen Rechenzentrums wurde plangemäß umgesetzt, um die europäischen Zahlungsverkehrsdaten nicht länger in dem in den USA angesiedelten Operating Center in Culpeper spiegeln zu müssen.

Quelle: wikipedia.org – speziell “SWIFT und Politik”

Ah, die Schweiz versucht eine “Firewall” aufzubauen… Ob das klappt?

“Only one person today knows that the war with Iran starts when Iran is frozen out of the Swift system. In terms of finance, that is a nuclear attack. It was just that threat alone that made Swiss banks  destroy their tradition of privacy and send their loyal clients to a  mass execution, assuming that they were cheating on taxes.”

Quelle: Jim Sinclair, jsmineset.com, 22.02.2012

Unterdessen wurde der Iran vom SWIFT-System abgehängt. Im aktuellen Podcast geht Jim Sinclair nochmals auf diesen Punkt ein und erwähnt erneut die Schweiz als Angriffsziel der Amerikaner. Ein Kollege gibt ihm recht:

“Jim Sinclair has pointed out what is taking place with the SWIFT system.  I would just like to add that SWIFT has now become a weapon in the currency wars and as Sinclair correctly stated, unfortunately the United States is now threatening other countries.  We are saying if they do not do what we want, we will cut them off from SWIFT, which will effectively shut down their economy.”

Quelle: Robert Fitzwilson

Ooops…!

Man stelle sich vor, was mit dem Schweizer Finanzplatz passieren würde, wenn man die Schweiz – genauso wie den Iran – vom SWIFT-System abhängen würde… Es wäre wohl der Zusammenbruch der extrem international vernetzten Schweizer Banken und damit des Wirtschaftsstandortes Schweiz zu erwarten.

Wir sind also nur gerade einen Knopfdruck von einer “thermonuklearen Finanzbombe” entfernt! Dieses Risiko wird völlig unterschätzt! Wir sind den USA völlig ausgeliefert und nachdem sich auch die EU an den Sanktionen gegen den Iran beteiligt, haben beide grossen Staatsapparate eine gemeinsame, wirksame Waffe (und nebenbei ein gemeinsames Interesse) zur Ausschaltung des Schweizer Finanzplatzes! Dieses Druckmittel hat nun seine Wirkung erzielt: Wir lassen das Bankkundengeheimnis fallen und lassen den Austausch von Informationen zu!

Fazit:

Wir stecken schon mitten im (Finanz)Krieg – und keiner merkt es! Wir strecken unsere Waffen und ergeben uns! Wir lassen uns von Bullshit ablenken und merken nicht, dass wir schon längst auf der Titanic sitzen, die ihrerseits den Eisberg schon gerammt hat.

Wacht endlich auf!

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One Response to HILFE – Wir werden angegriffen! Und die Schweiz ergibt sich!

  1. Willy P. Stelzer says:

    Markus M. Müller trifft mit seiner umfassenden Analyse voll ins Schwarze. Ihm sei für diese Arbeit gedankt. Am 27. Juni 2010 hat Divisionär a D Hans Bachofner auf dem Worrenberg die Situation, in welcher sich Europa und insbesondere die Schweiz sich befindet, kristall klar kommentiert. Wir befinden uns in der Phase I des dritten Weltkrieges, nämlich im Wirtschaftskrieg. Aber mit einem unglaublich schwachen Bundesrat und einer Mehrheit im Parlament, welches nicht fähig ist die Zeichen an der Wand zu erkennen, nehmen die Dinge ihren Lauf. Dem Schweizervolk wird vorgegaukelt, dass in Bezug auf Sicherheit und Armee alles in bester Ordnung sei. Das Gegenteil ist der Fall: Die Mobilmachungs-Organisation ist zerschlagen und Bundesrat Ueli Maurer hat in seiner dreijährigen Amtstätigkeit diesen Zustand nicht korrigiert. Die Armeespitze kann im Notfalle (und ein solcher trifft natürlich nie ein – die Vergangenheit lässt grüssen!) die Armee nicht aufbieten, wie dies mit der Armee 61 bis 1989 der Fall war. Statt dessen verschrottet man einsatzfähige Schützenpanzer Spz 63/89, obschon mindestens 12, eventuell 16 Infanterie Bataillone über keine gepanzerten Transportfahrzeuge verfügen. Die Armee-Spitze ist vollkommen überfordert. Dies sind die Nachwirkungen aus der Aera Ogi/Schmid/Keckeis/Baumann. Bundesrat Ueli Maurer hat den Zeitpunkt der notwendigen unabdingbaren Korrekturen, insbesondere auf dem personellen Sektor, verpasst. Die Position des Chefs der Armee hat er nicht durch einen Generalstabschef und einen Ausbildungschef ersetzt. Eine Due Diligence Prüfung (Werthaltigkeitsprüfung) hat er verworfen. Also wurstelt man weiter. Und mit der neuen Armee-Führungs-Struktur wird ein weiterer falscher Schritt in die Wege geleitet. Ich verweise auf den Beitrag von Divisionär Paul Müller, Ausgabe Nr. 1/2012 “Pro Militia”.