Die Printministerin

Der Beitrag in der NZZ ist zwar schon ein paar Tage alt, aber die Aussage vermag auch heute noch zu Stirnrunzeln führen.

“Die Printmedien sollten sich nach Ansicht von Bundesrätin Doris Leuthard mit Analysen und Hintergrundberichten profilieren. Sie rät den Verlegern, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Printmedien stärken könne. Die Printmedien hätten eine Zukunft – auch wenn die Online-Leserschaft zunehme.”

Seit wann schreibt eine Bundesrätin den Medien vor, welchen Kanal sie zu bevorzugen bzw. zu stärken haben? Ob die Verlage auf diese hervorragend mit Fakten und Bedürfnissen der Konsumenten unterlegte Aussage gewartet haben und nun beruhigt sich im Sessel niederlassen können?

“Wer sich mit einem Thema eingehend beschäftigen möchte und nach Analysen und Hintergrundberichten suche, werde auf Online-Portalen kaum fündig. «Wenn wir uns künftig nur noch auf das Internet konzentrieren, wird die Medienlandschaft verarmen», sagte die für Kommunikation verantwortliche Ministerin.”

Da hat Frau Bundesrätin aber noch nie eine eigenständige Recherche im Internet durchgeführt und ist bei 20min.ch, blick.ch, bluewin.ch und dergleichen stehen geblieben. Im Internet findet sich – ganz im Gegenteil zu ihrer unqualifizierten Aussage – eine schier unermessliche Menge an Informationen, auf die ich in den klassischen Medien nie stossen würde.

Wenn die gestandenen Medien etwas tun sollten, dann wäre es genau diese Themen aus dem Netz aufzugreifen, zu recherchieren und über die etablierten Kanäle zu verbreiten.

Wie viel wird z.B. über die alternativen Szenarien zu 9/11 berichtet (auch nach dem 10-jährigen-“Jubiläum”), oder zu den Hintergründen von HIV/AIDS, den Fälschungen der Geburtsurkunde von Obama, den Ungereimtheiten bei der angeblichen Ermordung von Osama etc.

Frau Leuthard benötigt dringend eine Auffrischung ihrer Kenntnisse über das Internet. Sie ist als Medienministerin sonst noch untragbarer!

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