Nur der Staat schafft neue Stellen

Housten, we have a growing problem!

“Das Jobwachstum bleibt mit 5,9 Prozent weiter hinter den 18 Prozent Bevölkerungswachstum zurück. Die zusätzlichen Jobs stammen per Saldo alle vom Staat. Arbeitslosigkeit wurde vor allem durch Teilzeit und durch die stark gestiegenen Exportüberschüsse vermieden.” […]

“Zwischen 1991 und 2012 (jeweils 3. Quartal) sind in der Schweiz netto 195’000 zusätzliche Jobs entstanden. Davon stammen 244’300 aus den Bereichen Gesundheit (+156’200), Bildung (+52’600) und Verwaltung (+35’500). Also mehr oder weniger vom Staat. Alle übrigen Branchen haben per Saldo 50’000 Stellen verloren. Bleiben unter dem Strich rund 195’000 Vollzeitstellen.”

Quelle: blick.ch

Daraus ergeben sich einige erschreckende Erkenntnisse und ein paar unbequeme Fragen:

  1. Der Staat wächst und damit auch die Steuerbelastung. Der Bundeshaushalt kann davon ein Liedlein singen. Da es nicht mehr Stellen in der Privatwirtschaft gibt, muss die gleiche Anzahl Arbeitnehmer für den Mehraufwand aufkommen. 
  2. Was machen die 12,1%, welche zwar eingewandert sind aber keinen Job angenommen haben?
  3. Teilzeitjobs werden als 100%-Jobs ausgewiesen. Ob das die Teilzeitarbeitenden auch so sehen? Verfügen sie über genügend Einkommen, um sich über Wasser zu halten oder werden sie vom Staat unterstützt?
  4. Wie kommt es, dass wir immer mehr Geld in die Gesundheit stecken, aber dennoch mehr IV-Bezüger verzeichnen? Ist unser Gesundheitssystem so schlecht, dass es immer mehr Jobs braucht? Oder geht es eher um Luxus-Behandlungen? Nur mit den immer älter werdenden Menschen lässt sich das doch nicht erklären.
  5. Über 50’000 neue Jobs in der Bildung und dennoch hatten wir noch nie eine so schlecht informierte Bevölkerung, die sich von Propaganda und niveauloser Unterhaltung einlullen lässt. Was läuft hier falsch?
  6. Mit dem Hinweis auf die Exportindustrie wird nebenher die Politik des schwachen Frankens (“Währungskrieg”) verteidigt. Ebenfalls eine Irrlehre!

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